• Berlin,  Frausein,  Gesellschaft

    Mein Obdachloser und ich.

    Drei obdachlose, einsame Männer, die einander in dieser kalten und fiesen Welt als kleine Familie Halt schenken. Um sie herum: schicke Leute, die in noch schickeren Designer-Boutiquen am ach so schicken Rosenthaler Platz ihr Geld verprassen. Das ist die Basis eines überaus rührseligen Artikels, der heute auf bz-berlin.de online gegangen ist. Wirre Geschichten werden für vielleicht-wahr verkauft und seltsame Parallelen zu Kunstfiguren und US-Amerikanern gezogen. Drogenkonsum wird irritierend verklärt und eine Szenerie des fehlenden Mitleids erschaffen. Mitleid für so einen Mann? Wenn ich nicht selbst sechs Jahre lang am Rosenthaler Platz gewohnt hätte, hätte ich diesen Artikel (wenn überhaupt) einmal gelesen, den Kopf geschüttelt und zur Seite gelegt. Dass zu…