Hej, schau mal: ich bin Mitte 30 und trage Konfektionsgröße 140. Wenn Size Zero nicht das Ende der Bohnenstange ist.

Eine Gesellschaft, in der man sich damit brüstet, in die Kleidung von sechsjährigen Mädchen zu passen, verlangt doch nach einem Schönheitsideal, welches durch einen vorpubertären Körper geprägt ist.Und Schönheit und Erotik mit Kindermaßen gleichzusetzen, hat einen pädophilen Anklang. Thanks for letting me borrow your jacket Harlow 💙 A photo posted by @nicolerichie on Dec 12, 2014 at 4:53pm PST Es ist nicht normal, wenn Mütter in Kleidergröße 140 passen. Dies sollte auch kein zu erreichendes Ziel einer erwachsenen Frau sein. Aber scheinbar ist es das mittlerweile schon. Mich gruselt es ein wenig, dass die perfekte Frau heutzutage besser ein vorpubertäres Mädchen sein sollte, die möglichst nur noch in die Länge wächst. Und bitte auch diesen unbehaglichen Aspekt der Körperbehaarung in ihrer Entwicklung auslässt.

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Achtung Glätte! Alle Sexuallockstoffe werden angewiesen, sich besonders vorsichtig auf der Hautoberfläche des modernen Menschen zu bewegen.

Entschuldigung, wir sind verrückt. Ich lese es in so gut wie jeder Frauenzeitschrift, fast jedem Männerblättchen und sehe es in den Werbespots und Lebensstilsendungen im TV: wer natürlich ist, ist ekelig. Wer natürlich ist, ist unsexy, nicht erotisch und irgendwie schon mal von Grund auf seltsam. Trotzdem plädieren alle für die natürliche Schönheit. Rote Lippen seien zu angemalt und eine sitzende Frisur nicht lässig genug. Ein Mann mit einer getönten Tagespflege? Nein, er ist doch ein Mann! Lässigkeit ist der Trend, der den Ton angibt. Aber iiiiihh, der Kerl neben euch im Bett hat Achselhaare? Ja, das ist wirklich verwerflich. Und nun schaut unter die Decke und sagt noch, dass er auch Schamhaare hat!!! Ganz schön widerlich, oder? NEIN. Dass ein Mann Körperbehaarung hat, ist, aufgepasst: normal. Ich würde sehr […]

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Och, wie süß! Es hat ‚Diät‘ gesagt!

Ich sitze entsetzt vor meinem Bildschirm: wer kennt nicht, diese vollkommen überflüssigen Sinnlosnachrichten, welche sich ungefragt vor dem Login ins Mailpostfach auf dem Bildschirm ausbreiten. Normalerweise wird ja über die anstehende Nackedei-Modenschau von zig Engeln berichtet oder dass irgendeine frisch verlassene Ex-Soapdarstellerin einen Hundesalon in Lüdenscheid eröffnet hat und nur die crème de la crème der deutschen Fernsehlandschaft eine Einladung erhalten hat. In diesem Falle berichtete aber eine bekannte Promi-Gossip-Labertaschen-Webseite, dass die sechs Monate alte Tochter Sophia von Tamara Ecclestone (viel Geld, da Papi mit schnellen Autos gut verdient hat) zu fett sei. Nein, so hart haben sie es natürlich nicht gesagt. Diese missgünstigen Redakteure nannten es „moppelig“ und dass „Speckröllchen-Alarm“ bestünde. Wie kann sich dieses Kind auch erdreisten, nicht auf sein Gewicht zu achten! Mama hat ihren After-Baby-Body schließlich […]

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Wenn sich in Berlin nicht mehr nur die Touristen danebenbenehmen, sondern auch die lieben Nachbarn aus Brandenburg

Gestern Nacht, halb eins, Berlin Mitte: Geflohen aus einer Bar und vor einer Horde Mädchen, die ihren männlichen Begleitern ein „Du spinnst doch! Zu dick! Du bist doch suuuuperschlank!“ abringen wollten, nahmen wir die fünfminütige Wanderung auf den Prenzlauer Berg auf uns. Vorbei an der wunderschönen Zionskirche begegnete uns ein Mann, der mit dem Rücken zur Hauswand gedreht war. Zwischen seinen ausgelatschten Treten ergoss sich langsam aber stet ein See. Ich starrte ihn an und unterbreitete ihm fassungslos folgenden Vorschlag: „Nicht dein Ernst! Wenn du dich einmal umdrehst, steht da ein Baum. Auch das wäre nicht sehr schön, wenn du in der Öffentlichkeit, in einer Gegend mit vielen Kindern gegen einen Baum pinkeln würdest. Aber: das wäre noch gefühlte eine Million Mal besser, als gegen ein Fenster eines Spielwarengeschäftes zu […]

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Essstörungen hat man nur noch im stillen Kämmerchen

Um ein bisschen „Werbung“ in eigener Sache zu machen: Ich habe diesen Monat eine Kolumne auf Petra veröffentlicht und wollte euch an diesem für mich besonderen Moment teilhaben lassen.  Hier der Link zum Artikel: Essstörungen hat man nur noch im stillen Kämmerchen. Ein Hoch auf die Dinge, die uns glücklich machen! Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen und dass ich vielleicht einen kleinen Denkanstoß geben konnte. Liebst,  Franziska 

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Wenn Fernsehen zur Strafe für den Zuschauer wird. World, wide, bitte geh weg.

Die Lieblingsprivatsender unserer Nation drohen uns momentan mal wieder mit der Überflutung unserer gemütlichen Fernsehinsel in den Abendstunden. Sie schicken eine Welle von Spielshows mit humoristischer Attitüde und Reisesendungen mit rothaarigen Rojinskis gen heimischen Wohnzimmertisch. Diese Welle reißt mich mit Ungläubigkeit und Fremdscham von meinen vier Buchstaben ( S, o, f, a ) und ich werde vom Gehirn als Schutzmechanismus in das Reich der Ohnmacht entführt. von Swiss Plus AG (www.swissplus.net)via Wikimedia Commons Bei soviel Sinnlos-Fernsehen frage ich mich, auf den harten Dielen erwacht und wieder zu Bewusstsein erlangt, was eigentlich zuerst da war: der Z-Promi oder die Show-Idee eines Redakteurs, der mich für völlig unzurechnungsfähig hält. Schafft man die freien Promikandidatenplätze als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für talentlose Hupfdohlen oder existieren diese „total verrückten“ Einfälle zuerst und dann fällt den Produzenten auf, […]

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Die Flitzpiepe mit dem Döner in der Hand und dem Liter Wodka im Magen, bitte in den letzten Waggon!

Natürlich lebt das wundervolle Berlin mit über 10 Milliarden Euro Einnahmen vom florierenden Tourismus. Er schafft Arbeitsplätze und bietet auch den Berlinern ein breites Spektrum an Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten. von Dirk Vorderstraße , via Wikimedia Commons Doch wenn man sich am Wochenende nach 23 Uhr mit der Bahn durch Berlin bewegt, wird einem eines klar: Berlin ist für viele da, um über die Stränge schlagen zu dürfen. Frei nach dem alltbekannten Motto: Was in Berlin passiert, bleibt auch in Berlin. Damit sind leider nicht nur die Liebschaften mit den vergessenen Vornamen gemeint, sondern auch so mancher touristische Mageninhalt. Denn dieser wird häufig an einem gut besuchten U-Bahnhof wahlweise im Halbschlaf oder während des Fallens geleert. Der Tourist tritt am Montag die Heimreise an. Ich hingegen darf am Wochenanfang […]

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Zu zweit erfährt man die Welt völlig neu.

Ich sehne mich heute nach Paar-Langeweile. Ich würde auch so gern durch DM laufen und „Schatz, wenn wir italienisch kochen wollen, müssen wir noch einkaufen. Ich glaube wir haben keine Tomaten mehr“ sagen. Angekommen im Kaisers möchte ich ihn fragen, ob er an die Butter gedacht hat. Das klingt alles sehr simpel und banal, aber die fehlenden Tomaten für die abendliche Pasta am heimischen Tisch sind ein so hübsches Problem, dass ich es gerne hätte. Wikimedia Ein bisschen Alltag zusammen verbringen und den Einkauf mit einem kurzen Kuss oder einem liebevollen Blick zu einem positiv beladenen Erlebnis zu gestalten, scheint mir eine Vorstellung, die es zu respektieren lohnt. Denn wenn das Nützliche zum Angenehmen wird, hat man doch schon halb gewonnen. Vielleicht sollten manche Paare sich auch einmal von außen […]

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Der aufhaltsame Aufstieg der Gesundheitslatsche – Das Comeback der Birkenstocks

Ein neues It-Piece, ein Mode-Must-Have, ein heißes Teil der Saison wurde vor einigen Wochen geboren. In die Welt gesetzt von Modezeitschriften, den Primarksder Nation und Fashionstrecken in führenden Magazinen. Die Birkenstock werden aus ihrem düsteren Versteck namens Zuhause gelassen und dürfen an die frische Luft. Es gab eine Zeit, da versteckte man seine Birkenstock vor dem nahenden Besuch noch schnell im Abstellkämmerchen. Man wollte sein Date nicht über die Gesundheitslatschen stolpern lassen und damit jegliche zukünftige sexuelle Interaktionen verhindern. Natürlich sind Birkenstock eine Wohltat für jeden Pumps geplagten Ballen. Dieses Gefühl, wenn man vom zehn Zentimeter hohen Zenit der Rückenschädigung in das vorgeformte Fußbett gleitet, kommt dem Genuss eines Sommerabends mit auf der Nasenspitze kitzelnden Sonnenstrahlen gleich. aus der Brigitte Ich hätte allerdings nie gedacht, dass die orthopädischen Schuhe den […]

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