• Weihnachten

    Fröhliches neues Jahr! Happy New Year! God fortsättning! Guten Rutsch!

    Für viele ist Weihnachten bereits abgehakt. Endlich den Rotkohl-und-Klöße-Marathon überstanden, die Geschenkpapierberge erklommen und Einkaufsorgien hinter sich gebracht. Puh, endlich ist der Stress vorbei! Ich finde das ganz schrecklich! Weihnachten ist in seinem wahrsten Sinne wundervoll. Ich mag nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, was ich persönlich sehr bedauere, doch ich glaube ganz fest daran, dass Weihnachten die Welt ein bisschen besser macht. Hat es nicht etwas heiliges, dass einmal im Jahr überall im Land und nicht nur in unserem Land, die Zeit langsamer läuft, die Luft ein bisschen flirrender ist und die Kerzen wärmer scheinen als sonst? Dass sich die Menschen auf ihre Lieben besinnen, das Jahr Revue passieren…

  • Gesellschaft

    Hallo Sigmund, kleiner Schmusekater! Du schlaues und süßes Tier …

    Mein Freund und ich haben vor drei Wochen eine sehr gute Entscheidung getroffen. Wir haben einem 12 Jahre alten Kater aus dem Tierheim ein neues Zuhause gegeben. Das kleine Wesen war bei den anderen Katzen-Interessenten nicht sehr beliebt, war seine Krankengeschichte doch eher keine Novelle. Diabetes, Nierenprobleme und ein bisschen kahl, ist scheinbar nicht das gesuchte Portfolio der Tierheimbesucher. Ich bin ehrlich, die ersten zwei Tage waren wirklich kein Zuckerschlecken. Da wurde gefaucht, einem der Zugang zum Flur versperrt und hinterm Sessel gegrummelt. Vor Staubsaugern und Stiefeln hat der Kleine immer noch panische Angst, doch ansonsten pest er gar nicht mehr über die Dielen rutschend durch die Wohnung. Nein. Er ist ein ganz besonderer…

  • Berlin,  Gesellschaft

    Zehn Minuten Berlin

    Der Wind weht lau an diesem Freitagmorgen. Die Sonne verheißt einen flirrendwarmen, sommerlichen Tag. Ich nehme den Weg durch den angrenzenden Park, denn ich möchte an diesem unschuldigen Morgen die mehrspurige Hauptstraße und das besetzte Haus auf der linken Seite umgehen.  Auf dem Platz vor dem Park begegne ich einem Obdachlosen. In seiner Wange, seinem Kinn und seinen Nasenflügeln hat er münzgroße Löcher. Er liegt nicht auf sondern hinter seiner Stammparkbank auf dem steinigen Boden. Er beobachtet die vorbeiziehenden Wolkenfelder, doch sein Gesicht sieht man kaum, denn seine schwarzen Dreadlocks hängen ihm tief ins Gesicht. Trotz der milden Temperaturen hat er seine dunkle Wollmütze bis zu den Augen heruntergezogen. Auf…

  • Berlin,  Gesellschaft

    Ein Lächeln ist wertvoller als jeder Groll dich cool, tough und so Berlin machen kann.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Berliner genervt sein wollen. Dass sie denken, sie müssten sich diesen kosmopolitisch bewährten Stress aneignen um ein wahrer Großstädter zu sein. Ich saß vor einer Woche in einer mäßig gefüllten S1, der nächste Halt: Potsdamer Platz. Eine Klasse Zweitklässler steigt mit mehreren Lehrerinnen in den Zug. Die bemühte Aufpasserin versuchte möglichst ruhig alle Kinder auf Sitzen zu platzieren, damit sie niemandem im Weg stehen und die Schüler beim Anfahren der Bahn nicht wie Lottokugeln durch den Waggon purzeln. Eine Mitte 40 Jahre alte Färbe-Blondine besetzte mit ihrer Handtasche einen freien Sitzplatz direkt am Eingang. Mit einem freundlichen Lächeln fragte die Lehrerin, ob sie…

  • Weihnachten

    Sag, Weihnachten: Verschwindest du nur von den Straßen oder auch aus unseren Gedanken?

      Weihnachten ist das Fest das unsere Sinne in watteweiche Schneeflöckchen und knisterndes rotes Geschenkpapier verpackt. Die geschmückten Fenster und Läden strahlen in die eisige Nacht hinein und der Duft von Zimtplätzchen und Lebkuchen steigt uns in die Nase. Die Wohnungen sind erfüllt von dem erdigen Geruch der drapierten Tannenzweige und den Lichtschalter betätigen wir so gut wie gar nicht mehr; wir haben ja Kerzen. Flackernd betrachten wir ihren Schein, während wir Weihnachtskarten und -briefchen an unsere Lieben schreiben.   Doch Stopp. Ich bin in Berlin. Ich habe mir zwar eine kleine weihnachtliche Oase in meinen vier Wänden geschaffen, doch setze ich einen Fuß vor die Tür ist jeder Anflug…

  • Berlin,  Gesellschaft,  Mode

    Euer Hochmut steht euch genauso schlecht wie eure Kopfbedeckungen, liebe 1001 Modebloggerinnen.

    Verzweiflung trieft aus ihren Kunstwimpernbeklebten Augenhöhlen. „Nein, Pink Autumn, die Verlängerung war teuer, jede Flüssigkeit könnte das Ende dieser einzeln angebrachten Härchen sein.“ Hektisch blickend, angsterfüllt den nächsten Trend zu verpassen durchsuchen Pink Autumn und Fluffy White Trousers die On- und Offline-Boutiquen dieser Welt wie ein Eichhörnchen den angefrorenen Januarboden. Doch die Tarnung der Modebloggerinnen ist nicht halb so gut wie die von Erwin und Puschel. Denn mit übergroßen Kopfbedeckungen erinnern sie schon aus 200 Valentino-Rockstud-Schritten Entfernung an den verschrobenen Zauberer, der gleich ein zitterndes Karnickel aus dem Hut zaubert. Aufgefallen ist mir das mehr denn je in Paris. Ich verbrachte vier wunderschöne Tage mit meinem Liebsten in Frankreichs Hauptstadt,…

  • Gesellschaft

    Umweltbewusstsein im Kampf mit dem Kaffeedurst. Studenten und ihr flüssiges Schutzschild.

    Die vorlesungsfreie Zeit ist vorbei ihr Schlafmützen! Auf, auf in die Audimäxchen dieser Republik! Kratzt ihr euch noch die letzten Klümpchen Berghain-Dreck aus den Augenwinkeln? Na dann auf zum nächsten Coffe-to-go-Dealer und besorgt euch einen Schluck Lebenselixier. von Jason V from Vancouver, Canada (one stuffed festival-happy trashbin) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons Ach so ein Käse, das muss ich euch doch gar nicht sagen. Denn als Student huldigt man der „Ohne Kaffee bin ich gar nicht zu gebrauchen“ und „Den Tag hätte ich nie ohne Kaffee überstanden“-Attitüde. Die Rolle des dauergestressten Gender-Lehrlings scheint sich so wunderbar an euer Ego zu schmiegen wie der muffige 6-Meter-Schal an euren nun…

  • Frausein,  Gesellschaft

    #feminismus #emanzipation : Wie wir im Kampf um die Gleichberechtigung der Frau den Mann diskriminieren. #weildueinMannbist

    #aufschrei , #feminismus und #emanzipation Frauen sind sehr gut darin, ihre Selbstständigkeits- und Gleichstellungsbemühungen twitterwirksam zu vermarkten. Bei all dem Schreien und Ringen nach Gleichberechtigung vergessen wir Frauen wohl manchmal, dass auch einem Mann aufgrund seines Geschlechts in manch einer Situation Steine in den Weg gelegt werden. Ich werde gerade aus aktuellem Anlass selbst mit der „als Mann hat man auch nicht immer Vorteile“ Situation konfrontiert. Mein Liebster sucht eine Wohnung. Bezahlbar, hübsch und nicht zu groß. Seinem Einkommen angemessene Wohnungen gibt es auch trotz der schwierigen Mietsituation. Natürlich schießen sich viele Wohnungen auch selbst ins Aus, indem sie einen Panoramablick über die Stadtautobahn bieten oder eine Deckenhöhe von 1,85…

  • Berlin

    Ich suche einen Nachmieter, der mir meinen gesamten Hausrat abnimmt, bei dem ich das Graffiti nicht übermalen muss und der mir für all diese unerledigten Tätigkeiten noch einen großen Schein rüberschiebt.

    Der Berliner Wohnungsmarkt gleicht einer kargen und staubigen Ödnis, wo hier und da ein verdörrter Baum den Blick stört und manchmal auch eine fies grinsende Hyäne vorbeischaut, die darauf wartet, dass du endlich aufgibst. Doch was erzähle ich, das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, hier eine Wohnung zu finden. von Graf Umarov; commons.wikimedia.org Doch die Hyänen haben sich zu noch unangenehmeren Zeitgenossen entwickelt. Da die Makler jetzt keine 1,5 Tausend Euro für das Aufschließen der Wohnräume und ein „Hier, die Infos stehen auf dem Exposé“ verlangen dürfen, ist ihre Motivation auf dem endgültigen Tiefpunkt angelangt. Denn der nervige Neu-Mieter, welcher sich auch noch erdreistet Fragen zu stellen, zahlt einem…

  • Berlin

    Victoria – ein Film mit vier Substantiven in Trainingsanzügen. Teilweise mit Sprachfehler oder Minnie Mouse Haarreifen in der Frisur.

    Es gibt Filme, bei denen bin ich mir nicht sicher, ob die anderen Zuschauer den selben Film sehen wie ich. „Victoria“ ist so ein Film. Dieser Film zieht Hollywood in seinen Bann und lässt das Publikum kichernd und johlend im Kinosessel versinken. Alle und jeder, der auch gar nichts davon weiß, sprechen über dieses Stück Berliner Nacht, gebannt auf einer SD-Karte. Mit mir hat niemand über diesen Film gesprochen. Ich wurde angelockt von diversen himmelhochlobenden Kritiken und einem vielversprechenden Trailer. Versprochen hatte ich mir von „Victoria“ eine mitreißende und auch spannende Geschichte aus einer Berliner Nacht, die trotzdem im Rahmen des real Möglichen geschieht. Dass die Hauptrollen nicht aus der…