• Beauty,  Bodypositivity,  Gesundheit

    Bodyshaming für Dicke und für Dünne! Gleiches Recht für alle!

    Vor einem Jahr war das absolute Lieblingsthema auf sämtlichen Boulevardseiten, Onlinemagazinen und Social Media der After Baby Body. Das Thema hat sich entweder (zum Glück) etwas totgelaufen oder ich muss einfach nur noch zwei bis drei Monate warten, da halten die Promis ihre frisch geschlüpften Babys vor ihrer 60 cm Taille und die Welle der Bewunderung schwappt wieder durch das Netz.    Doch was immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, ist Bodyshaming. Ja natürlich, es ist widerlich, was da für Kommentare von grenzdebilen Schwachmaten abgesondert werden. Doch so manchem scheint es auch zu schmeicheln.  Ein Beitrag geteilt von Cosima Franziska (@f.cosima) am 15. Mai 2017 um 0:01 Uhr…

  • Berlin,  Gesellschaft

    Berlin, mach mich nicht mürbe…

    Berlin, Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten gaukelst du uns vor.  Sei jung, wild und frei! Auch wenn du schon 43 bist.  Du lässt mich erlahmen. Du machst mich mürbe.    Dein Lieblings-Lokal wechselt abrupt den Besitzer, die Sour Creme von Block House ist laut deiner Rewe-Mitarbeiterin nur ein Sommerprodukt  und das abgefahrene Street-Food-Mobil steht mal wieder an einem völlig unerreichbaren Ort.  Du hast die Wahl: quälst du dich eine Stunde lang 10 km mit dem Auto durch die Stadt oder nimmst du die chronisch überfüllte S-Bahn. Hier blüht dir entweder eine in dein Gesicht gedrückte, bestimmt nicht frisch gewaschene Achsel oder der gut getarnte Mate-See auf dem letzten freien Sitzplatz.   Wenn nicht…

  • Frausein,  Gesellschaft

    Froher Weltfrauentag! Warum es so wunderbar ist, eine Frau zu sein.

    Ich liebe es eine Frau zu sein. Ich würde niemals tauschen. Ich bin nicht gender-neutral. Wenn du es sein willst, ist es deine zu respektierende Entscheidung. Aber ich bin eine Frau. Und es ist fantastisch. Natürlich bin auch ich schon mit Macho-Plattitüden und Testosteron-Arroganz konfrontiert worden. Aber ich lasse mir doch nicht die Butter vom Brot nehmen. Wo kommen wir denn da hin?  Ich kann natürlich nicht für jede Frau sprechen, aber ich, ich fühle mich  eins mit mir mutig stark dickköpfig in mir ruhend konfliktbereit wenn es sein muss harmonieliebend verbunden mit anderen Frauen bereit für die Zukunft angekommen kussecht geliebt wohl in meiner Haut ja, auch sexy manchmal…

  • Weihnachten

    Fröhliches neues Jahr! Happy New Year! God fortsättning! Guten Rutsch!

    Für viele ist Weihnachten bereits abgehakt. Endlich den Rotkohl-und-Klöße-Marathon überstanden, die Geschenkpapierberge erklommen und Einkaufsorgien hinter sich gebracht. Puh, endlich ist der Stress vorbei! Ich finde das ganz schrecklich! Weihnachten ist in seinem wahrsten Sinne wundervoll. Ich mag nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, was ich persönlich sehr bedauere, doch ich glaube ganz fest daran, dass Weihnachten die Welt ein bisschen besser macht. Hat es nicht etwas heiliges, dass einmal im Jahr überall im Land und nicht nur in unserem Land, die Zeit langsamer läuft, die Luft ein bisschen flirrender ist und die Kerzen wärmer scheinen als sonst? Dass sich die Menschen auf ihre Lieben besinnen, das Jahr Revue passieren…

  • Gesellschaft

    Hallo Sigmund, kleiner Schmusekater! Du schlaues und süßes Tier …

    Mein Freund und ich haben vor drei Wochen eine sehr gute Entscheidung getroffen. Wir haben einem 12 Jahre alten Kater aus dem Tierheim ein neues Zuhause gegeben. Das kleine Wesen war bei den anderen Katzen-Interessenten nicht sehr beliebt, war seine Krankengeschichte doch eher keine Novelle. Diabetes, Nierenprobleme und ein bisschen kahl, ist scheinbar nicht das gesuchte Portfolio der Tierheimbesucher. Ich bin ehrlich, die ersten zwei Tage waren wirklich kein Zuckerschlecken. Da wurde gefaucht, einem der Zugang zum Flur versperrt und hinterm Sessel gegrummelt. Vor Staubsaugern und Stiefeln hat der Kleine immer noch panische Angst, doch ansonsten pest er gar nicht mehr über die Dielen rutschend durch die Wohnung. Nein. Er ist ein ganz besonderer…

  • Berlin,  Gesellschaft

    Zehn Minuten Berlin

    Der Wind weht lau an diesem Freitagmorgen. Die Sonne verheißt einen flirrendwarmen, sommerlichen Tag. Ich nehme den Weg durch den angrenzenden Park, denn ich möchte an diesem unschuldigen Morgen die mehrspurige Hauptstraße und das besetzte Haus auf der linken Seite umgehen.  Auf dem Platz vor dem Park begegne ich einem Obdachlosen. In seiner Wange, seinem Kinn und seinen Nasenflügeln hat er münzgroße Löcher. Er liegt nicht auf sondern hinter seiner Stammparkbank auf dem steinigen Boden. Er beobachtet die vorbeiziehenden Wolkenfelder, doch sein Gesicht sieht man kaum, denn seine schwarzen Dreadlocks hängen ihm tief ins Gesicht. Trotz der milden Temperaturen hat er seine dunkle Wollmütze bis zu den Augen heruntergezogen. Auf…

  • Berlin,  Gesellschaft

    Ein Lächeln ist wertvoller als jeder Groll dich cool, tough und so Berlin machen kann.

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Berliner genervt sein wollen. Dass sie denken, sie müssten sich diesen kosmopolitisch bewährten Stress aneignen um ein wahrer Großstädter zu sein. Ich saß vor einer Woche in einer mäßig gefüllten S1, der nächste Halt: Potsdamer Platz. Eine Klasse Zweitklässler steigt mit mehreren Lehrerinnen in den Zug. Die bemühte Aufpasserin versuchte möglichst ruhig alle Kinder auf Sitzen zu platzieren, damit sie niemandem im Weg stehen und die Schüler beim Anfahren der Bahn nicht wie Lottokugeln durch den Waggon purzeln. Eine Mitte 40 Jahre alte Färbe-Blondine besetzte mit ihrer Handtasche einen freien Sitzplatz direkt am Eingang. Mit einem freundlichen Lächeln fragte die Lehrerin, ob sie…

  • Weihnachten

    Sag, Weihnachten: Verschwindest du nur von den Straßen oder auch aus unseren Gedanken?

      Weihnachten ist das Fest das unsere Sinne in watteweiche Schneeflöckchen und knisterndes rotes Geschenkpapier verpackt. Die geschmückten Fenster und Läden strahlen in die eisige Nacht hinein und der Duft von Zimtplätzchen und Lebkuchen steigt uns in die Nase. Die Wohnungen sind erfüllt von dem erdigen Geruch der drapierten Tannenzweige und den Lichtschalter betätigen wir so gut wie gar nicht mehr; wir haben ja Kerzen. Flackernd betrachten wir ihren Schein, während wir Weihnachtskarten und -briefchen an unsere Lieben schreiben.   Doch Stopp. Ich bin in Berlin. Ich habe mir zwar eine kleine weihnachtliche Oase in meinen vier Wänden geschaffen, doch setze ich einen Fuß vor die Tür ist jeder Anflug…

  • Berlin,  Gesellschaft,  Mode

    Euer Hochmut steht euch genauso schlecht wie eure Kopfbedeckungen, liebe 1001 Modebloggerinnen.

    Verzweiflung trieft aus ihren Kunstwimpernbeklebten Augenhöhlen. „Nein, Pink Autumn, die Verlängerung war teuer, jede Flüssigkeit könnte das Ende dieser einzeln angebrachten Härchen sein.“ Hektisch blickend, angsterfüllt den nächsten Trend zu verpassen durchsuchen Pink Autumn und Fluffy White Trousers die On- und Offline-Boutiquen dieser Welt wie ein Eichhörnchen den angefrorenen Januarboden. Doch die Tarnung der Modebloggerinnen ist nicht halb so gut wie die von Erwin und Puschel. Denn mit übergroßen Kopfbedeckungen erinnern sie schon aus 200 Valentino-Rockstud-Schritten Entfernung an den verschrobenen Zauberer, der gleich ein zitterndes Karnickel aus dem Hut zaubert. Aufgefallen ist mir das mehr denn je in Paris. Ich verbrachte vier wunderschöne Tage mit meinem Liebsten in Frankreichs Hauptstadt,…

  • Gesellschaft

    Umweltbewusstsein im Kampf mit dem Kaffeedurst. Studenten und ihr flüssiges Schutzschild.

    Die vorlesungsfreie Zeit ist vorbei ihr Schlafmützen! Auf, auf in die Audimäxchen dieser Republik! Kratzt ihr euch noch die letzten Klümpchen Berghain-Dreck aus den Augenwinkeln? Na dann auf zum nächsten Coffe-to-go-Dealer und besorgt euch einen Schluck Lebenselixier. von Jason V from Vancouver, Canada (one stuffed festival-happy trashbin) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons Ach so ein Käse, das muss ich euch doch gar nicht sagen. Denn als Student huldigt man der „Ohne Kaffee bin ich gar nicht zu gebrauchen“ und „Den Tag hätte ich nie ohne Kaffee überstanden“-Attitüde. Die Rolle des dauergestressten Gender-Lehrlings scheint sich so wunderbar an euer Ego zu schmiegen wie der muffige 6-Meter-Schal an euren nun…