Nichts für zart besaitete Gemüter – Die „Revolution” der Volksmusik

Ja, es passiert mir schon häufiger, dass ein Lied oder ein Video (oder beides in Kombination) mich so in Schockstarre versetzt, dass es mir unmöglich wird das kleine rote Kreuz oben rechts in der Ecke zu drücken. Aber was um Himmels Willen ist denn das bitte? Die Werbung teilte mir mit, dass diese Herren die Volksmusik revolutionieren wollen (wollten das nicht schon so viele?) . Ehrlich gesagt revolutionieren sie nur die Schmerzgrenze, mit welcher man an diese Musikrichtung eh schon gehen muss. Nur ganz hartgesottene halten diese fast dreiminütige Folter aus.
Die anderen Hupfdohlen haben jedenfalls dahingehend noch ihre Daseinsberechtigung, indem sie einsamen oder betrunkenen Mittvierzigern eine heile Welt vorgaukeln. DAS macht irgendwie noch Sinn, wenn es manchen Menschen Freude macht (auch wenn die Freude nur auf ironischen Gelächter beruhte). Aber diese Aneinanderreihung von überstylten, in einem blöden See stehenden und dilettantisch Schuhplattler tanzenden Grinsebacken… macht mich sprachlos und betroffen.
Und: NEIN! Ihr wirkt weder humorvoll erotisch verlockend, noch seid ihr die coolen, aber traditionsbewussten Lederhosenburschen. Ihr erinnert mit eurer Mischung aus übertriebener Mimik und wildem Herumgefuchtel eurer Extremitäten vor einer Pappwand an eine beängstigende Akkordeonversion von „Caught in the act“.

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