Mode

Katy hat ein Bauchtäschchen. Und einen Stylisten mit gespaltener Modepersönlichkeit.

Katy Perry bei The Voice of Germany.
Ja, ein erfolgreicher Amerikaner tritt auf einer Deutschen Bühne
auf. Nur so eine Anmerkung: Nur weil etwas aus den USA importiert
wird, ist es nicht gleich besser, als etwas aus heimischen Gefilden.
Viele unserer Künstler haben nämlich schon mal das Wort
Authentizität gehört. Ohne alles krampfhaft daran zu setzen
authentisch zu sein. (Das machen unsere lieben Sternchen aus Übersee
nämlich immer, in dem sie komplett überstylt in einem Interview
davon berichten, sie trügen auf ihrem Sofa nur Jogginghosen.) Wenn
man einen outfittechnischen Imagewechsel innerhalb von zwei Stunden
vollzieht, ist so weit entfernt von Ehrlichkeit wie das Chinesische
vom Finnischen. Sie eröffnet die Show als sternschnuppiges
Porzellanpüppchen mit schneeweißem Blütenbouquet auf der Stirn.
Gefällt mir. Um dann als eine Grufti/Grunge Version der Clueless
Mädels mit schlecht explodiertem Haupthaar zu enden. Mit diesem
Desaster von Klamotte könnte (sollte) sie auf einem tschechischen
Straßenstrich arbeiten. Also das Bauchtäschchen sieht schon stark
nach Transportaccessoire für Kondome, Pfefferminz und 5er Scheine
zum Wechseln aus. Der Tanz: eine etwas unsouveräne aber jugendfreie
Nachahmung von Christinas „Dirrty“ – Choreographie. Das Lied:
Hintergrundgebimmel wie aus einem Takt aus einem HipHop Song und auf
„replay“ geschaltet. Ansonsten nicht sehr nennenswert. Aber: Ein
guter Popsong. Er stört nicht. Ist in Ordnung. Hab schon schlimmeres
gehört.
Was von beiden eine Perücke ist, weiß
ich nicht. 
Erinnert auch ein wenig an die “böse” Version von Robin Sparkles…
Etwas klassisches, um die Augen wieder ein wenig zu entspannen.
Ich brauche Trenchcoat Wetter. Ohne Schnee bringt Winter so wenig Spaß. 
Trotzdem. Auch meinem mystischen Nebel kann ich einiges abgewinnen.

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