Hallo Sigmund, kleiner Schmusekater! Du schlaues und süßes Tier …

Mein Freund und ich haben vor drei Wochen eine sehr gute Entscheidung getroffen. Wir haben einem 12 Jahre alten Kater aus dem Tierheim ein neues Zuhause gegeben. Das kleine Wesen war bei den anderen Katzen-Interessenten nicht sehr beliebt, war seine Krankengeschichte doch eher keine Novelle. Diabetes, Nierenprobleme und ein bisschen kahl, ist scheinbar nicht das gesuchte Portfolio der Tierheimbesucher. Ich bin ehrlich, die ersten zwei Tage waren wirklich kein Zuckerschlecken. Da wurde gefaucht, einem der Zugang zum Flur versperrt und hinterm Sessel gegrummelt. Vor Staubsaugern und Stiefeln hat der Kleine immer noch panische Angst, doch ansonsten pest er gar nicht mehr über die Dielen rutschend durch die Wohnung. Nein. Er ist ein ganz besonderer Kater. So schlau und einfühlsam ist mir noch kaum eine Katze begegnet. Wenn mein Freund die Wohnung verlässt, sitzt er im Schnitt eine Stunde vor der Haustür und hat sie ganz genau im Blick. Könnte doch sein, dass sein Kuschelfreund gleich zurückkehrt!Schon am dritten Tag begriff der kleine Tiger, was das Klingeln des Weckers bedeutet und so werde ich ab jetzt um sieben von einem plüschigen Köpfchen wachgenuschelt. 



Doch eine Sache hat mich gestern Abend sehr gerührt. 
Ich erhielt eine Mail, die viel Unruhe für mein Leben ankündigte. Ich saß in meinem Bett und weinte. Da kam Sigmund, schaute mir in die Augen und legte ganz sachte sein Köpfchen auf meine Brust. Und dann, mir lief schon die erste Träne vor Rührung die Wange hinunter, legte er seine linke Pfote auf meine Hand. Er hatte die Krallen so weit eingezogen um mich nicht zu verletzen und doch ein Stückchen herausgefahren um meine Hand zu halten. 
Ich holte mir ein Taschentuch und als ich meine Hand wieder auf meine Brust legte, legte er sein Pfötchen ein weiteres Mal auf meine Hand. 

Vielleicht mögen einige mit den Augen rollen, aber ich wusste in diesem Moment ganz genau, dass er mich trösten wollte. Und für so eine tiefe Verbundenheit mir gegenüber, nach so kurzer Zeit, bin ich unendlich dankbar. 

Ich freue mich, dass Sigmund sich so wohl bei mir fühlt. Dass er meinen Freund so gern hat. Und dass er sich in meinem Zuhause zuhause fühlt. 



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