Brief an meine Freundinnen von der Emanzenfraktion

Gleich zu Beginn: es gibt innerhalb
Religionsgemeinschaften immer verschieden stark interpretierte
Meinungen. Und natürlich sind weder alle Christen, noch alle Moslems
gleich gläubig. Noch leben sie alle gleich. Aber da mir dieses
ständige „ich mein ja gar nicht jeden und scher auch nicht alle
über einen Kamm“ – Rumgedruckse tierisch auf den Senkel geht, sage
ich es lieber einmal am Anfang, und dann nicht wieder.
Quelle: bz-berlin.de 
Liebe Emanzen:
Ich möchte euch für euer Sozialsein
danken.
Religionen sind ja zum größten Teil
eher frauenverachtend, als frauenfreundlich. Mit dem Christentum,
insbesondere mit dem Katholizismus, will niemand mehr etwas zu tun
haben. Aber beim Islam, da schreit ihr „Hurra!“ Das ist mutig und
so nett von euch. Ihr seht einfach über gewisse Kleinigkeiten
hinweg. IHR seid keine kleinkarierten Spießer. Wenn man in einem
islamischen Staat wie Saudi-Arabien für vorehelichen Sex ins
Gefängnis kommt, lasst ihr alle fünfe grade sein und drückt ein
Auge zu. 
von Dubravko Sorić SoraZG on Flickr 

Und ich verstehe total, dass ihr
Männer unterstützt, die denken, dass eine deutsche, unverschleierte
Christin weniger wert ist, als eine, die ihr Haupthaar versteckt und
im Umhang durch die heimischen vier Wände weht. Ihr seid diesen mich
bespuckenden Männern eine helfende Hand und gebt nebenher euren
Kampf gegen den SalzstreuER nicht auf. Danke, danke, danke, danke…
Ihr setzt Prioritäten. Es kann so einfach nicht weitergehen, dass
ich, als Mensch weiblichen Geschlechts auch heute noch durch eine
FußgängERzone gehen muss. Und dann diese widerlichen Machos, die
nicht mal vernünftig gendern können! So geht es ja nicht weiter.
Die Angleichung der Gehälter von Männern und Frauen sollte
definitiv hintenan gestellt werden. Warum auch an solche
Nichtigkeiten Gedanken verschwenden?  

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