• Gesellschaft

    Umweltbewusstsein im Kampf mit dem Kaffeedurst. Studenten und ihr flüssiges Schutzschild.

    Die vorlesungsfreie Zeit ist vorbei ihr Schlafmützen! Auf, auf in die Audimäxchen dieser Republik! Kratzt ihr euch noch die letzten Klümpchen Berghain-Dreck aus den Augenwinkeln? Na dann auf zum nächsten Coffe-to-go-Dealer und besorgt euch einen Schluck Lebenselixier. von Jason V from Vancouver, Canada (one stuffed festival-happy trashbin) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons Ach so ein Käse, das muss ich euch doch gar nicht sagen. Denn als Student huldigt man der „Ohne Kaffee bin ich gar nicht zu gebrauchen“ und „Den Tag hätte ich nie ohne Kaffee überstanden“-Attitüde. Die Rolle des dauergestressten Gender-Lehrlings scheint sich so wunderbar an euer Ego zu schmiegen wie der muffige 6-Meter-Schal an euren nun…

  • Frausein,  Gesellschaft

    #feminismus #emanzipation : Wie wir im Kampf um die Gleichberechtigung der Frau den Mann diskriminieren. #weildueinMannbist

    #aufschrei , #feminismus und #emanzipation Frauen sind sehr gut darin, ihre Selbstständigkeits- und Gleichstellungsbemühungen twitterwirksam zu vermarkten. Bei all dem Schreien und Ringen nach Gleichberechtigung vergessen wir Frauen wohl manchmal, dass auch einem Mann aufgrund seines Geschlechts in manch einer Situation Steine in den Weg gelegt werden. Ich werde gerade aus aktuellem Anlass selbst mit der „als Mann hat man auch nicht immer Vorteile“ Situation konfrontiert. Mein Liebster sucht eine Wohnung. Bezahlbar, hübsch und nicht zu groß. Seinem Einkommen angemessene Wohnungen gibt es auch trotz der schwierigen Mietsituation. Natürlich schießen sich viele Wohnungen auch selbst ins Aus, indem sie einen Panoramablick über die Stadtautobahn bieten oder eine Deckenhöhe von 1,85…

  • Berlin

    Ich suche einen Nachmieter, der mir meinen gesamten Hausrat abnimmt, bei dem ich das Graffiti nicht übermalen muss und der mir für all diese unerledigten Tätigkeiten noch einen großen Schein rüberschiebt.

    Der Berliner Wohnungsmarkt gleicht einer kargen und staubigen Ödnis, wo hier und da ein verdörrter Baum den Blick stört und manchmal auch eine fies grinsende Hyäne vorbeischaut, die darauf wartet, dass du endlich aufgibst. Doch was erzähle ich, das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, hier eine Wohnung zu finden. von Graf Umarov; commons.wikimedia.org Doch die Hyänen haben sich zu noch unangenehmeren Zeitgenossen entwickelt. Da die Makler jetzt keine 1,5 Tausend Euro für das Aufschließen der Wohnräume und ein „Hier, die Infos stehen auf dem Exposé“ verlangen dürfen, ist ihre Motivation auf dem endgültigen Tiefpunkt angelangt. Denn der nervige Neu-Mieter, welcher sich auch noch erdreistet Fragen zu stellen, zahlt einem…

  • Beauty,  Bodypositivity

    Dadbod , mombod… Wer keinen ” trendy Hashtag ” für seinen Körper hat, wird erschossen.

    Ouh làlà! Ein sexy #dadbod! Oh nein,ich bin doch eine emanzipierte Frau, ich brauche Gleichberechtigung! Schnell einen neuen Hashtag kreieren:  #mombod…     Was ist denn mit unserem Körpergefühlverkehrt, dass jede anatomische Begebenheit einen modischen Hashtagbraucht, da sie ansonsten nicht anerkannt wird?   Ein Dadbod erfodert harte Arbeit! Da werden vernachlässigte Männerbäuche in den strahlenden Sonnenschein gereckt und daraus der neueste Clou der Verführung der Frauenwelt gemacht. Die speckigen Männerbrüste werden zum sexuellen Statussymbol erhoben und das Bier mal in der linken, mal in der rechten Hand gehalten. Umgeben von gertenschlanken, US-Flaggen-Bikinis tragenden Mädels zelebrieren sie ihre Plauze als Non-Plus-Ultra der Sommerfigur 2015, garniert mit ein paar mehr als dummen…

  • Berlin

    Entschuldige, aber ich möchte lieber dem Professor folgen, anstatt Ausführungen über deine Saufeskapaden der letzten drei Tage lauschen zu müssen.

    Meine lieben Mitstudenten, das, was ich euch jetzt sagen möchte, wird euch wahrscheinlich nicht gefallen. Aber eure Respektlosigkeit schreit zum Himmel. Die Vorlesung findet von 10:15 Uhr bis 13:45 Uhr statt? Um halb zwölf zu erscheinen reicht doch! Und dann setzt ihr euch nicht leise an einen der nächsten freien Plätze, nein. Ihr lasst erst einmal die Tür mit einem Klapptisch-erschütternden ‘Rumms!’ ins Schloss fallen, lauft mit eurem to-go-Kaffeebecher quer durch den gesamten Hörsaal und packt dann in aller Seelen Ruhe euren Laptop aus. Manchmal kommt ihr auch zu zweit eine Stunde später in den Vorlesungsraum geschlurft und haltet ein kleines Pläuschchen am Sitzplatz. Die Blicke des fassungslosen Dozenten werden…

  • Bodypositivity,  Frausein

    #ImNoAngel ? Doch! Aber mit Busen und einem runden Po!

    Diese wirklich erotische Kampagne von Lane Bryant ist natürlich, frei, lebensfroh und auf das Wesentliche reduziert.  ” I’m no angel ” feiert keine hyperaktiven Windspiele, die durch den mit Orangensaft getränkten Wattebausch auf der Zuckerwelle der aufgedrehten Girliness schwimmen. Nein, hier sind Frauen in schwarzweiß zu sehen, die sich morgens auch mal die Vollfettbutter aufs Brötchen streichen. Die nicht um jeden Zentimeter des Tortenstücks feilschen und sich auch nicht den Parmesan auf der Pasta versagen.  Diese wunderschönen Frauen mit ihren wunderschönen Körpern tragen wirklich schöne Dessous. Und die Welt berichtet darüber. Als wäre es eine Sensation. Die Presse schreibt Dinge wie: „trotz Makel“, „… auch ohne perfekten Body“ und „……

  • Gesellschaft,  Kind,  Mode

    Ein Brief an Heidi Klum. Thema: Heidi Klums ” Truly Fashion Shoes “. Anreiz meinerseits: Ekel.

    Liebe Heidi Klum, dass du in deiner Show der klappernden Gebeine Werte in den Himmel lobst, die eigentlich nicht mal welche sind, will ich dir nicht als Tausendste vorwerfen. Aber, dass du scheinbar dein Gewissen mit weggehungert hast, das möchte ich dir gerne sagen. Ich möchte dir deine toll mitdesignten Pantolettenpumps mit Glitzer und Paillettendekoration duusch-duusch-duusch um die Öhrchen hauen. Truly Fashion Schuhe nennst du sowas. Quelle: toysrus.de Wozu braucht ein dreijähriges Mädchen Absätze? Damit es sein Becken und sein Dekolleté besser in Szene rücken kann? Ein Schuh mit einem Absatz setzt ein sexuelles Signal. Und ein sexuelles Signal sollte bei einer legalen sexuellen Veranlagung nicht von einer dreijährigen ausgehen.…

  • Beauty,  Bodypositivity

    Achtung Glätte! Alle Sexuallockstoffe werden angewiesen, sich besonders vorsichtig auf der Hautoberfläche des modernen Menschen zu bewegen.

    Entschuldigung, wir sind verrückt. Ich lese es in so gut wie jeder Frauenzeitschrift, fast jedem Männerblättchen und sehe es in den Werbespots und Lebensstilsendungen im TV: wer natürlich ist, ist ekelig. Wer natürlich ist, ist unsexy, nicht erotisch und irgendwie schon mal von Grund auf seltsam. Trotzdem plädieren alle für die natürliche Schönheit. Rote Lippen seien zu angemalt und eine sitzende Frisur nicht lässig genug. Ein Mann mit einer getönten Tagespflege? Nein, er ist doch ein Mann! Lässigkeit ist der Trend, der den Ton angibt. Aber iiiiihh, der Kerl neben euch im Bett hat Achselhaare? Ja, das ist wirklich verwerflich. Und nun schaut unter die Decke und sagt noch, dass er auch Schamhaare hat!!! Ganz schön widerlich, oder? Nein. Dass…

  • Bodypositivity,  Kind

    Och, wie süß! Es hat ‘Diät’ gesagt!

    Ich sitze entsetzt vor meinem Bildschirm: wer kennt nicht, diese vollkommen überflüssigen Sinnlosnachrichten, welche sich ungefragt vor dem Login ins Mailpostfach auf dem Bildschirm ausbreiten. Normalerweise wird ja über die anstehende Nackedei-Modenschau von zig Engeln berichtet oder dass irgendeine frisch verlassene Ex-Soapdarstellerin einen Hundesalon in Lüdenscheid eröffnet hat und nur die crème de la crème der deutschen Fernsehlandschaft eine Einladung erhalten hat. Afterbabybody vs. Babys Body In diesem Falle berichtete aber eine bekannte Promi-Gossip-Labertaschen-Webseite, dass die sechs Monate alte Tochter Sophia von Tamara Ecclestone (viel Geld, da Papi mit schnellen Autos gut verdient hat) zu fett sei. Nein, so hart haben sie es natürlich nicht gesagt. Diese missgünstigen Redakteure nannten…

  • Berlin

    Wenn sich in Berlin nicht mehr nur die Touristen danebenbenehmen, sondern auch die lieben Nachbarn aus Brandenburg

    Gestern Nacht, halb eins, Berlin Mitte: Geflohen aus einer Bar und vor einer Horde Mädchen, die ihren männlichen Begleitern ein „Du spinnst doch! Zu dick! Du bist doch suuuuperschlank!“ abringen wollten, nahmen wir die fünfminütige Wanderung auf den Prenzlauer Berg auf uns. Vorbei an der wunderschönen Zionskirche begegnete uns ein Mann, der mit dem Rücken zur Hauswand gedreht war. Zwischen seinen ausgelatschten Treten ergoss sich langsam aber stet ein See. Ich starrte ihn an und unterbreitete ihm fassungslos folgenden Vorschlag: „Nicht dein Ernst! Wenn du dich einmal umdrehst, steht da ein Baum. Auch das wäre nicht sehr schön, wenn du in der Öffentlichkeit, in einer Gegend mit vielen Kindern gegen…