Wenn Fernsehen zur Strafe für den Zuschauer wird. World, wide, bitte geh weg.

Die Lieblingsprivatsender unserer Nation drohen uns momentan mal wieder mit der Überflutung unserer gemütlichen Fernsehinsel in den Abendstunden. Sie schicken eine Welle von Spielshows mit humoristischer Attitüde und Reisesendungen mit rothaarigen Rojinskis gen heimischen Wohnzimmertisch. Diese Welle reißt mich mit Ungläubigkeit und Fremdscham von meinen vier Buchstaben ( S, o, f, a ) und ich werde vom Gehirn als Schutzmechanismus in das Reich der Ohnmacht entführt. von Swiss Plus AG (www.swissplus.net)via Wikimedia Commons Bei soviel Sinnlos-Fernsehen frage ich mich, auf den harten Dielen erwacht und wieder zu Bewusstsein erlangt, was eigentlich zuerst da war: der Z-Promi oder die Show-Idee eines Redakteurs, der mich für völlig unzurechnungsfähig hält. Schafft man die freien Promikandidatenplätze als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für talentlose Hupfdohlen oder existieren diese „total verrückten“ Einfälle zuerst und dann fällt den Produzenten auf, […]

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Der Mensch ist einfach zu feige um allein gemein zu sein.

Vox launchte „Das perkte Dinner“. Vox erkannte: ein Wettstreit zwischen mehreren Personen heizt den Voyeurismus des Zuschauers derart an, dass man damit gute Quoten einfährt. Also rief Vox eine weitere Show ins Leben: Shopping Queen. Im Januar 2012 kam das Sendungsbaby mit seinem alleinerziehenden Pflegevater Guido Maria Kretschmer auf die Welt. Und seit seiner Geburt, ist die kleine Shopping Queen der Klassenliebling. Irrsinnigerweise blieb sie von feministischem Mobbing fast verschont und entwickelte sich zu einer jungen Dame mit verschiedenen Facetten, sodass es ihr nicht schwer fiel auch mal ihre testosterongeladene oder C-prominente Seite zu zeigen. Quelle: Vox Doch Shopping Queen ist auch Sozialexperiment: hier werden fünf völlig unterschiedliche Personen und Persönlichkeiten, die sich bis dato fremd waren in eine unbekannte Wohnung gesteckt. Und meistens geht dieses Experiment auch gut und […]

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“Ich bin sooo männlich”, sprach der Langhaarbayer.

Bestimmt hat es der ein oder andere von euch gesehen. Beziehungsweise haben einige versucht wegzuschauen, aber der Schock und Ekel ließen einen erstarren.  Kabel 1, Sonntagabend: Unsympathisch inszeniert sich ein Langhaarbayer als den Inbegriff von Testosteronüberschuss. Diesen Mann scheint die blanke Panik zu treiben, er könnte nicht genug Mann sein.  Anders kann ich mir nicht erklären, warum ein fränkischer Autolackierer in den 40ern jahrelang durch Afrikas Wildnis robbt. Alles an seiner Art zu berichten ist so grausam auf „Schau mal, wie mutig ich bin!“ getrimmt, dass die Verzweiflung in einem hochkriecht. Scheinbar von fehlendem Selbstwertgefühl gezwungen kaut Herr Gress auf armen kleinen Fröschen rum. Wenn Stämme aufgrund von Hungersnöten auf diese Lösung zurückgreifen, bin ich völlig d’accord. Aber nur um es sich selbst und leider auch den Fernsehzuschauern zu beweisen? […]

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