Wenn Fernsehen zur Strafe für den Zuschauer wird. World, wide, bitte geh weg.

Die Lieblingsprivatsender unserer Nation drohen uns momentan mal wieder mit der Überflutung unserer gemütlichen Fernsehinsel in den Abendstunden. Sie schicken eine Welle von Spielshows mit humoristischer Attitüde und Reisesendungen mit rothaarigen Rojinskis gen heimischen Wohnzimmertisch. Diese Welle reißt mich mit Ungläubigkeit und Fremdscham von meinen vier Buchstaben ( S, o, f, a ) und ich werde vom Gehirn als Schutzmechanismus in das Reich der Ohnmacht entführt. von Swiss Plus AG (www.swissplus.net)via Wikimedia Commons Bei soviel Sinnlos-Fernsehen frage ich mich, auf den harten Dielen erwacht und wieder zu Bewusstsein erlangt, was eigentlich zuerst da war: der Z-Promi oder die Show-Idee eines Redakteurs, der mich für völlig unzurechnungsfähig hält. Schafft man die freien Promikandidatenplätze als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für talentlose Hupfdohlen oder existieren diese „total verrückten“ Einfälle zuerst und dann fällt den Produzenten auf, […]

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Die Flitzpiepe mit dem Döner in der Hand und dem Liter Wodka im Magen, bitte in den letzten Waggon!

Natürlich lebt das wundervolle Berlin mit über 10 Milliarden Euro Einnahmen vom florierenden Tourismus. Er schafft Arbeitsplätze und bietet auch den Berlinern ein breites Spektrum an Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten. von Dirk Vorderstraße , via Wikimedia Commons Doch wenn man sich am Wochenende nach 23 Uhr mit der Bahn durch Berlin bewegt, wird einem eines klar: Berlin ist für viele da, um über die Stränge schlagen zu dürfen. Frei nach dem alltbekannten Motto: Was in Berlin passiert, bleibt auch in Berlin. Damit sind leider nicht nur die Liebschaften mit den vergessenen Vornamen gemeint, sondern auch so mancher touristische Mageninhalt. Denn dieser wird häufig an einem gut besuchten U-Bahnhof wahlweise im Halbschlaf oder während des Fallens geleert. Der Tourist tritt am Montag die Heimreise an. Ich hingegen darf am Wochenanfang […]

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Brief an meine Freundinnen von der Emanzenfraktion

Gleich zu Beginn: es gibt innerhalb Religionsgemeinschaften immer verschieden stark interpretierte Meinungen. Und natürlich sind weder alle Christen, noch alle Moslems gleich gläubig. Noch leben sie alle gleich. Aber da mir dieses ständige „ich mein ja gar nicht jeden und scher auch nicht alle über einen Kamm“ – Rumgedruckse tierisch auf den Senkel geht, sage ich es lieber einmal am Anfang, und dann nicht wieder. Quelle: bz-berlin.de  Liebe Emanzen: Ich möchte euch für euer Sozialsein danken. Religionen sind ja zum größten Teil eher frauenverachtend, als frauenfreundlich. Mit dem Christentum, insbesondere mit dem Katholizismus, will niemand mehr etwas zu tun haben. Aber beim Islam, da schreit ihr „Hurra!“ Das ist mutig und so nett von euch. Ihr seht einfach über gewisse Kleinigkeiten hinweg. IHR seid keine kleinkarierten Spießer. Wenn man in […]

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Mit Korsett wäre das nicht passiert. Weder das mit der schlechten Haltung, noch das mit dem Spiegelei. Mango.com postuliert einen krummen Rücken als das neue Modeaccessoire.

Gut, die Modewelt ist mir in manchen Dingen wirklich suspekt. Seien es die nicht existierenden Schnitte der Kleidung, die Propaganda für mehr Knochen auf dem Laufsteg oder die Großaufnahme des Spiegeleis bei Germanys Next Topmodel. Drei Mädchen starren in die kleine Pfanne mit dem einen Ei. „Hunger!“ schreit es aus ihren Blicken. Topmodels und das Spiegelei, in Minute 2  Quelle: mango.com Nun gut. Das Thema ist genügend durchgekaut worden. Aber warum stehen die Models auf mango.com, als hätten sie eine verdorbene Erdbeere gefrühstückt? Soll das die Kunden ansprechen, wenn die Kleiderständer wie ein Schluck Wasser in der Kurve hängen? Denkt man sich: „Hej, wie schön das Mannequin auf halb acht hängt, das würde bestimmt auch total gut an mir aussehen! Wenn ich das nächste Mal, mit abfallenden, nach vorne floddernden […]

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Was sagt der Lebensversager? – Hü-hüpf!

In Berlin wird ein Haufen von Lebensversagern herangezüchtet. In Berlin kann und darf man nicht alles. Es gibt dir die Möglichkeit zu vielem. Aber gib Berlin nicht am Ende die Schuld, wenn die Party vorbei ist und du mit deiner Postdepression vom Kokain zu Hause bist. Allein. absolutfamilie.de In Berlin gehört dir die Welt! Keine Droge kann dir etwas anhaben. Die anderen werden süchtig, du genießt ja nur dein Leben. Von Mittwoch bis Sonntag frühstückst du vor dem Schlafen und nicht nach dem Aufstehen. Du hüpfst von einem Open Air und Freundeskreis zum nächsten und willst keine Shoperöffnung mit Freibier verpassen. Mit deinem Ex-Wochenendpartner konntest du über allen möglichen Scheiß reden. Der Lover wird auch schon mal der Kumpeline empfohlen und die Weiber sind allzeit bereit. Du springst so häufig […]

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Wilder Wald- und Wiesen Wucher am männlichen Kinn. Und zwischen den Augen.

Liebe Herren: warum verwechselt ihr momentan Lässigkeit mit Ungepflegtheit? Mein Opa war in seiner Kriegsgefangenschaft in Ägypten gründlicher rasiert als ihr heutzutage. Und er konnte nicht einfach zu DM laufen und für vier Euro frische Klingen kaufen. Und wenn ihr Bart tragen wollt (was ja durchaus auch etwas für sich hat), dann investiert doch zwei Minuten in die Konturen. Bitte. Tut mir den Gefallen. Hier ein negativ Beispiel: Jared Leto. Nicht nur, dass Haarewaschen scheinbar nicht zu seinen Hobbies gehört, nein, er überrascht uns auch mit seinem ich-lebe-unter-der Brücke-Look, welcher sich durch eine sporadische Rasur und das wilde Wuchern der Brauen auszeichnet. von James Ackerley (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons;  Ansonsten müssen wir Mädels die Sache in die Hand nehmen. Auf diesem Bild scheint es doch amüsant zu […]

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Drogenverherrlichung unter Teenagern, ein Update

Wir freuen uns: Tally Weijl hat ihr Sortiment noch erweitert! Juhu! Ich durfte noch eine Diskussion zwischen einer Mutter und ihrer geschätzt 14-jährigen Tochter miterleben, die einer Freundin einen Rucksack mit Hanfblattdruck zum Geburtstag schenken wollte. Und anstatt zu sagen: “Nein, Kind, du kannst der Annika doch kein Geschenk machen, das unters Betäubungsmittelgesetz fallen sollte”; sagt sie: “Ja, der sieht echt ganz cool aus.” Ich schaue sie entgeistert an und schüttele den Kopf. Sie fragt mich, ob alles in Ordnung sei und ich ziehe wort- und verständnislos von dannen.Wer einem Teenager Geschenke mit solch einem Aufdruck finanziert, sollte auch die Courage haben, gleich ein Gramm Cannabis mitzuschenken. Hier ein paar Anregungen aus meiner absoluten Lieblingslektüre (pfff…): Wo bekommt man welches Gras zu welchem Preis? Die taz klärt auf! Noch ein Schmankerl […]

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Wer will nicht mit einem riesigen Hanfblatt über den Brüsten durch die Gegend laufen?

Gut, als Wahlberliner ist man ja quasi morgens, mittags und abends Passivkiffer. Kaum ein Ort, an dem man nicht durch dichte Marihuanaschwaden watet. Gras ist in Berlin normaler und akzeptierter als es sein sollte. Ich habe in den letzten 5 Jahren Berlin nur drei Menschen kennengelernt, die noch nie gekifft haben. Wenn das nicht beängstigend ist. Auf jeden einstündigen Görlitzer Park-Besuch kommen rund zehn Angebote von erschreckend furchteinflößenden Drogendealern. Das kurz zur momentanen Jointsituation unserer Hauptstadt. So nun zog gestern ein Pullover meine Aufmerksamkeit auf sich und mich in den Tally Weijl Shop. Dieser Laden wird ja meist von nicht allzu stilvollen Teeniemädels aufgesucht (wen spricht auch sonst der Slogan „Totally sexy“ an), obwohl man natürlich auch sagen muss, dass man mit einem Händchen für Mode auch in solch einem […]

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Einmal District Môt und zurück zum Geheimtipp-Vietnamesen um die Ecke. Eine Abhandlung darüber, wie schlecht ein Restaurant sein kann.

Franziska frönt ja dem Leben. Allerdings durfte ich diese Woche ein „Restaurant“ entdecken, das einem normal gut gelaunten Menschen die Stimmung verhageln würde. Für den typischen Berliner Miesepeter bietet es allerdings den wundervollen Nährboden neuer Meckereien. Hier meine Inspiration. Das District Môt Quelle: tinypic.com Ein Restaurant in Berlin Mitte, das sich Saigon Street Food auf die Fahnen geschrieben hat. Gut, ich war nie in Saigon, aber eröffnet man eine Gastronomie in Deutschland, erwarte ich auch eine gewisse Anpassung an die örtlichen Gepflogenheiten. Nennt mich spießig, aber ich finde nicht, dass Toilettenpapier eine vernünftige Alternative zu Servietten sein kann. Nicht in einem Restaurant und auch nicht um es seinen Gästen am heimischen Esstisch anzubieten. Aber ein viel größeres Problem tut sich schon bei den Sitzgelegenheiten auf. Das sind nämlich keine Stühle, […]

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Liliana reißt sich “den Hintern auf”. Das glaube ich ihr sogar.

Manchmal wünschte ich mir, ich hätte das selbe lockere Verhältnis zum Anstand wie Frau Liliana M. Denn, so wie es scheint, kommt man damit sehr, sehr weit und hoch hinaus. Da sie eigentlich nichts kann, was ihre Popularität rechtfertigen würde, liegt ein Verdacht doch sehr nahe: sie macht für die richtigen Männer die Beine so breit, dass nur ihre Silikonimplantate die Sicht in das leere Köpfchen versperren. Und dann heißt es: Liliana hat alles richtig gemacht. Tschüß Emanzipation. Prostituiert euch um zu Rang und Namen zu gelangen. Sell your sex and get famous. Eine Devise, die einen doch gleich zum Rollkragenpulloverkauf animiert. Natürlich wird sie aber als toughe Geschäftsfrau verkauft.  Nichts essen, kann jeder. Sich auf jedes Foto zu quetschen, ist unangenehm dreist. Eine Vagina haben 50% der Weltbevölkerung. Gnadenlose […]

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