• Berlin,  Gesellschaft

    Zehn Minuten Berlin

    Der Wind weht lau an diesem Freitagmorgen. Die Sonne verheißt einen flirrendwarmen, sommerlichen Tag. Ich nehme den Weg durch den angrenzenden Park, denn ich möchte an diesem unschuldigen Morgen die mehrspurige Hauptstraße und das besetzte Haus auf der linken Seite umgehen.  Auf dem Platz vor dem Park begegne ich einem Obdachlosen. In seiner Wange, seinem Kinn und seinen Nasenflügeln hat er münzgroße Löcher. Er liegt nicht auf sondern hinter seiner Stammparkbank auf dem steinigen Boden. Er beobachtet die vorbeiziehenden Wolkenfelder, doch sein Gesicht sieht man kaum, denn seine schwarzen Dreadlocks hängen ihm tief ins Gesicht. Trotz der milden Temperaturen hat er seine dunkle Wollmütze bis zu den Augen heruntergezogen. Auf…