Alles kommt wieder in Mode. Aber die 90er und 00er? Ist das nicht ein wenig ideenlos?

Es kommt der Moment im Leben einer Frau, an dem man merkt: man ist aus der letzten Saison. Man ist nicht mehr die junge Mode, die frisch Einzug in den Läden hält. Man ist nicht mehr die Zielgruppe, für die sich die Industrie nach der Decke streckt. Man muss mich nicht mehr mit neuem begeistern, denn ich lasse mein Geld nicht wahllos in den Geschäften, nur weil auf dem Schulhof  die unerbittlichen Strukturen des einen Trenddiktats herrschen. Also holt man das aus dem Tiefkühl was in meiner Grundschulzeit schon absurd hässlich war und taut es auf. Da ploppen schlimme 100% Polyester Pullover aus den Fast-Fashion-Böden die in ihrer Fake-Velour-Samt-Strick-Optik die schlimmsten Erinnerungen der 90er und 00er heraufbeschwören. Lavendelfarbene Steppjacken und Nicki-Pullover in burgund hängen da jetzt an Haken der Fashionistas von […]

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Sie suchen ein Slipdress für ein zweijähriges Kind? Negligés sind gerade ein ganz großer Trend!

Ich tanze nie in der ersten Reihe wenn es darum geht sich in Mecker-Tiraden über den Kardashian-Jenner-Clan zu verlieren. Gerade Kim Kardashian finde ich deshalb so bemerkenswert, weil sie es geschafft hat mit nichts ihr Bankkonto so prall zu füllen wie ihr Hintern es ist. Dieser klägliche Dosen-Prosecco-Versuch von Paris Hilton in den 00-Jahren wirkt dagegen ja wie ein schlechter Witz in Sachen Marketing. Allein dafür, dass KK es geschafft hat, den großen Po wieder salonfähig zu machen, bin ich ihr persönlich verbunden #schwesternimgeiste Doch natürlich kommt auch der Punkt an dem der geneigte Instagram Follower sich die Frage stellt Geht’s noch? Bei mir passiert das häufig dann, wenn Kinder mit im Spiel. Wenn du volljährig bist kannst du selbst entscheiden wieviel von deinen Nippeln auf sozialen Netzwerken rumspuken soll. […]

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Berlin ist…

Berlin ist… wenn man einen Nachbarn im Hausflur trifft, ihm ein fröhliches „Hallo!“ entgegenflötet und dir nur ein gelangweilter Blick und zuckende Schultern entgegnet werden. Garniert mit einem desinteressierten „hmmm“ weiß man doch ziemlich schnell woran man ist. Dann aber den Schneid zu besitzen mit einem fordernden Unterton, wie ihn nur die Oppositionen im Landtag besitzen, Hilfe beim Aufhalten der Tür einzufordern ist schon sehr gewagt. Aber wie sagt man so schön? Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus. Da sag ich nur „hmmm“.

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Bodyshaming für Dicke und für Dünne! Gleiches Recht für alle!

Vor einem Jahr war das absolute Lieblingsthema auf sämtlichen Boulevardseiten, Onlinemagazinen und Social Media der After Baby Body. Das Thema hat sich entweder (zum Glück) etwas totgelaufen oder ich muss einfach nur noch zwei bis drei Monate warten, da halten die Promis ihre frisch geschlüpften Babys vor ihrer 60 cm Taille und die Welle der Bewunderung schwappt wieder durch das Netz.  Doch was immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, ist Bodyshaming. Ja natürlich, es ist widerlich, was da für Kommentare von grenzdebilen Schwachmaten abgesondert werden. Doch so manchem scheint es auch zu schmeicheln. Denn die anorektisch durch Instagram staksenden Influencer möchten auch einen Stück vom Kuchen haben! Es gibt auch Bodyshaming gegen Dünne!  Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob jemand unter ein Bild, welches zu 80% aus […]

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Berlin, mach mich nicht mürbe…

Berlin, Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten gaukelst du uns vor.  Sei jung, wild und frei! Sei Berlin! Auch wenn du schon 43 bist.  Du lässt mich erlahmen. Du machst mich mürbe.    Dein Lieblings-Lokal wechselt abrupt den Besitzer, die Sour Creme von Block House ist laut deiner Rewe-Mitarbeiterin nur ein Sommerprodukt. Und das abgefahrene Street-Food-Mobil steht mal wieder an einem völlig unerreichbaren Ort.  Du hast die Wahl: quälst du dich eine Stunde lang 10 km mit dem Auto durch die Stadt oder nimmst du die chronisch überfüllte S-Bahn. Hier blüht dir entweder eine in dein Gesicht gedrückte, bestimmt nicht frisch gewaschene Achsel oder der gut getarnte Mate-See auf dem letzten freien Sitzplatz.   Wenn nicht der zugedrogte Hallodri mitten auf dem Gehweg einpennt oder der aufgeschwemmte Alkoholiker von der Parkbank kachelt, begegnet dir […]

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Froher Weltfrauentag! Warum es so wunderbar ist, eine Frau zu sein.

Ich liebe es eine Frau zu sein. Ich würde niemals tauschen. Ich bin nicht gender-neutral. Wenn du es sein willst, ist es deine zu respektierende Entscheidung. Aber ich bin eine Frau. Und es ist fantastisch. Natürlich bin auch ich schon mit Macho-Plattitüden und Testosteron-Arroganz konfrontiert worden. Aber ich lasse mir doch nicht die Butter vom Brot nehmen. Wo kommen wir denn da hin?    Ich kann natürlich nicht für jede Frau sprechen, aber ich, ich fühle mich  eins mit mir mutig stark dickköpfig in mir ruhend konfliktbereit wenn es sein muss harmonieliebend verbunden mit anderen Frauen bereit für die Zukunft angekommen kussecht geliebt wohl in meiner Haut ja, auch sexy manchmal auch unsicher (dank Photoshop und U8 in Berlin).   copyright: Franziska Runge     Feminismus bedeutet nicht den Mann […]

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Fröhliches neues Jahr! Happy New Year! God fortsättning! Guten Rutsch!

Für viele ist Weihnachten bereits abgehakt. Endlich den Rotkohl-und-Klöße-Marathon überstanden, die Geschenkpapierberge erklommen und Einkaufsorgien hinter sich gebracht. Puh, endlich ist der Stress vorbei!   Ich finde das ganz schrecklich! Weihnachten ist in seinem wahrsten Sinne wundervoll. Ich mag nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, was ich persönlich sehr bedauere, doch ich glaube ganz fest daran, dass Weihnachten die Welt ein bisschen besser macht. Hat es nicht etwas heiliges, dass einmal im Jahr überall im Land und nicht nur in unserem Land, die Zeit langsamer läuft, die Luft ein bisschen flirrender ist und die Kerzen wärmer scheinen als sonst? Dass sich die Menschen auf ihre Lieben besinnen, das Jahr Revue passieren lassen und sich in ein wattiges Tuch aus Tannenduft, Lichterglanz und Vanillekipferln hüllen? Auch wenn die Aufregung auf den […]

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Hallo Sigmund, kleiner Schmusekater! Du schlaues und süßes Tier …

Mein Freund und ich haben vor drei Wochen eine sehr gute Entscheidung getroffen. Wir haben einem 12 Jahre alten Kater aus dem Tierheim ein neues Zuhause gegeben. Das kleine Wesen war bei den anderen Katzen-Interessenten nicht sehr beliebt, war seine Krankengeschichte doch eher keine Novelle. Diabetes, Nierenprobleme und ein bisschen kahl, ist scheinbar nicht das gesuchte Portfolio der Tierheimbesucher. Ich bin ehrlich, die ersten zwei Tage waren wirklich kein Zuckerschlecken. Da wurde gefaucht, einem der Zugang zum Flur versperrt und hinterm Sessel gegrummelt. Vor Staubsaugern und Stiefeln hat der Kleine immer noch panische Angst, doch ansonsten pest er gar nicht mehr über die Dielen rutschend durch die Wohnung. Nein. Er ist ein ganz besonderer Kater. So schlau und einfühlsam ist mir noch kaum eine Katze begegnet. Wenn mein Freund die Wohnung verlässt, sitzt er […]

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Zehn Minuten Berlin

Berlin. Der Wind weht lau an diesem Freitagmorgen. Die Sonne verheißt einen flirrendwarmen, sommerlichen Tag. Ich nehme den Weg durch den angrenzenden Park, denn ich möchte an diesem unschuldigen Morgen die mehrspurige Hauptstraße und das besetzte Haus auf der linken Seite umgehen.   Auf dem Platz vor dem Park begegne ich einem Obdachlosen. In seiner Wange, seinem Kinn und seinen Nasenflügeln hat er münzgroße Löcher. Er liegt nicht auf sondern hinter seiner Stammparkbank auf dem steinigen Boden. Er beobachtet die vorbeiziehenden Wolkenfelder, doch sein Gesicht sieht man kaum, denn seine schwarzen Dreadlocks hängen ihm tief ins Gesicht. Trotz der milden Temperaturen hat er seine dunkle Wollmütze bis zu den Augen heruntergezogen. Auf andere wirkt er bestimmt ein wenig beängstigend, doch ich sehe ihn tagtäglich und habe mich an ihn gewöhnt. […]

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Ein Lächeln ist wertvoller als jeder Groll dich cool, tough und so Berlin machen kann.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Berliner genervt sein wollen. Dass sie denken, sie müssten sich diesen kosmopolitisch bewährten Stress aneignen um ein wahrer Großstädter zu sein. Ich saß vor einer Woche in einer mäßig gefüllten S1, der nächste Halt: Potsdamer Platz. Eine Klasse Zweitklässler steigt mit mehreren Lehrerinnen in den Zug. Die bemühte Aufpasserin versuchte möglichst ruhig alle Kinder auf Sitzen zu platzieren, damit sie niemandem im Weg stehen und die Schüler beim Anfahren der Bahn nicht wie Lottokugeln durch den Waggon purzeln. Eine Mitte 40 Jahre alte Färbe-Blondine besetzte mit ihrer Handtasche einen freien Sitzplatz direkt am Eingang. Mit einem freundlichen Lächeln fragte die Lehrerin, ob sie den Platz für eines der Kinder frei machen könne, indem sie ihre Tasche hochnähme. Doch anstatt dieser höflichen Bitte einfach […]

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